27. Schwarzwald Winterfahrt 2013

Es hat schon so langsam Tradition, die Saison mit der Winterfahrt zu eröffen. Nicht, dass die Saison jemals geschlossen würde, aber dennoch ist die SWF des MSCP das erste große Fahr-Event im Jahr. Heuer standen neun Posten auf dem Aufgabenblatt, die wir für uns in der Planung, um keine Hektik aufkommen zu lassen, gleich mal auf acht reduzierten.

Stegen

Um nicht wieder wie vor zwei Jahren gleich am ersten Posten viel Zeit liegen zu lassen, sind wir bereits eine gute halbe Stunde vor der Öffnungszeit, also um 5:30 Uhr, an der Grillhütte Scherlenzendobel in Stegen-Eschbach. Die Aufgabe durften wir gleich angehen, Weiterfahrt natürlich nicht vor 6 Uhr. Mit drei Dart-Pfeilen, die wir aus etwa 3 m auf eine Holzscheibe werfen mussten, wurde die Punktezahl ermittelt. Joe traf gleich mal voll in die Mitte – Hut ab.

Unterkirnach

Das Waldgasthaus zum Auerhahn liegt, wie der Name schon vermuten lässt, mitten im Wald. Die Straße dahin war komplett mit festgefahrenem, vereisten Schnee bedeckt und somit arschglatt. Glücklicherweise war das meiste leicht bergab, sonst hätte ich mit meinen Null-Grip-Heidenau-K60-Scout-Schlappen ziemlich alt ausgesehen. Hier konnte man mit drei Schüssen auf einen Torwand maximal 30 Punkte erreichen. Die Torwand treffen gab fünf Punkte, die volle Punktzahl gab es, wenn man eine der beiden Öffnungen traf. Auf Schnee, bei vielen Minusgraden dick eingepackt und mit Endurostiefel gar nicht so einfach wie sich das vielleicht zuerst anhört. Zwei von drei Treffer war meine Ausbeute.

Albstadt

Weiter zur Höhengaststätte Ochsenberg in Albstadt, wo wir in einem beheizten T4 VW Bus, kniend verschiedenste Gesteinsarten bestimmen sollen. Dabei musste sich vieles raten, denn ich kenne zwar Granit, aber den Unterschied zwischen chinesischem und norwegischem hatte ich dann in dem Moment doch nicht parat.

Münsingen

Auf dem Fladhof in Münsigen war meiner Meinung nach der schönste Posten. Ersten mussten wir nicht warten weil außer uns keiner da war und zweitens war die Aufgabe Tiere bestimmen im warmen Pferdestall. Die Prüfung fiel mir leicht, alle möglichen Punkte wurden auf meiner Boardkarte notiert.

Pfalzgrafenweiler

Hinter dem Feuerwehrhaus am Clubheim des hiesigen Motorrad-Clubs mussten wir die Strecke schätzen, die ein Motorrad zurücklegt, wenn man es zwei Reifenumdrehungen schiebt. Dabei hat ich ein gutes Augenmaß und die volle Punktzahl kassiert.

Oppenau

Das Kalikutt in Oppenau haben wir weggelassen.

Dobel

Im vollbesetzten Ochsen in Dobel mussten wir einige Zeit anstehen, war aber nicht so schlimm, weil wir in der Gaststätte warten durften. Die Aufgabe war Motorradmarken Logos erkennen. Wiederum kein Problem für mich, volle Punktzahl in Rekordzeit, während im Restaurant eine Schlachtplatte nach der anderen verputzt wurde, denn an diesem Wochenende war mal wieder eins der berühmten Schlachtefeste im Ochsen. Bauernwürste und Krakauer konnte man auch direkt an der Theke zu einem sehr guten Preis kaufen. Überhaupt hat der Laden günstige Preise. Einen Halben Pils vom Fass für 1,60 € – das ist rekordverdächtig, selbst wenn’s Öttinger Bier ist.

Pforzheim

Die Gartenanlage im Pforzemer Ortsteil Huchenfeld war für meine lausige Bereifung nicht zu schaffen. Den letzte steilen, verschneiten Anstieg erreichte ich als Sozius von Michael auf seiner XT. Beim Ringe werfen allerdings haben sowohl Michael als ich total versagt, nur Joe konnte sich mit einem Treffer fünf magere Pünktchen auf seiner Karte notieren lassen. Eilig hatten wir es jetzt nicht mehr, denn anders als vor zwei Jahren, hatten wir für die letzten paar Kilometer noch eine ganze Stunde Zeit.

Schwarzenberg

Das Ziel war dieses Jahr zum ersten mal das Vereinsheim des Sportvereins in Schwarzenberg. Dort angekommen demonstrierten wir vor reichlich Publikum unsere komplette Unfähigkeit an einer Computer-Rennsimulation. Wir bugsierten den Ferrari nur mit großen Mühen und einer nicht unerheblichen Anzahl von Unfällen zwei Mal um den Hockenheimring. Schwacher Trost, den meisten anderen erging es auch nicht besser.

Nachdem wir uns dann einmal ordentlich durch die Kuchenpalette gemampft haben, sind wir zu unserer Pension, haben das Gepäck abgelegt, uns umgezogen und sind dann mit einem Taxi wieder zum Vereinsheim. Dort gab’s dann noch Rollbraten, Bauernwürste und Nusszopf. Schade, Eis hatten sie nicht.

Am nächsten Tag fuhren Michael und ich dann über die B294 durch den Schwarzwald wieder nach Hause, Joe wollte noch ein paar Sträßchen erkunden und entschied sich deswegen für eine andere Route.

Die Strecke am Samstag auf Google Maps.

Noch viel mehr Bilder in der Galerie.

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