Auf der rechten Seite sitzt eine der beiden Bremsbelagfederschrauben, im Bild rechts mit der Nummer 9 gekennzeichnet, so fest, dass das Mistding weder von mir, noch von zwei mir bekannten Zweiradmechanikern gelöst werden konnte. Der Innensechskant ist auch schon komplett vermurkst, so dass nur noch ausbohren oder ein neuer Bremssattel in Frage kommt. Da ich an meinen Bremsen nicht gerne den Bohrer ansetze, habe ich bei eBay ein Paar Bremssättel für 82 € gekauft. Kein schlechter Deal wie mir scheint, denn die Beläge sind noch recht gut, und alleine diese kosten neu schon um die 100 €.
Für 90 € gibt es von Spiegler gleich bei mir um die Ecke noch einen Satz neue, schwarz ummantelte Stahlflex-Bremsleitungen und 250 ml DOT 5.1 Bremsflüssigkeit.

Original Sekundärübersetzung ist 15:45, ich nehme aber wieder 15:48 was bisher auch drauf war. Die Kiste ist damit etwas kürzer übersetzt. Wer gerne mal was anderes ausprobieren möchte, der Gearing Commander bietet eine hervorragendes Tool um Übersetzungen durchzurechnen.
KTM verkauft natürlich auch die nötigen Ersatzteile

bei Kettenmax (Lieferzeit eine Woche, das könnte schneller gehen) erstehe ich aber ein Kit mit Stahlritzel, Stahlkettenrad und DID 520VM X-Ring-Kette G&B (Gold&Black, sprich die Glieder sind schwarz, die Außenlasche messingfarbig) mit 116 Gliedern für 123 €, also fast 44 € gespart ohne bei der Qualität zu verzichten.
À propos verzichten, sehr gut kann man auf die Dämpfung des Ritzels verzichten. Dabei handelt es sich um zwei Gummischeiben, jeweils eine auf jeder Seite des Ritzels, diese sollen das Geräusch der Kette dämpfen.
Die wichtigen Anzugsmomente
Mutter Kettenradschraube M8 35 Nm Loctite 243
Mutter Kettenritzel M20x1,5 60 Nm Loctite 243
Mutter Steckachse hinten M25x1,5 90 Nm
Das alte Ritzel war völlig zerfetzt:

Wegen einer kleinen Ungeschicklichkeit habe ich letztens die linke, vordere Fußraste abgebrochen. Ein original Kawasaki Ersatzteil kostet 80 € – nur die Raste. Diese beiden schwarz eloxierten Alurasten habe ich für weniger als die Hälfte bekommen, und passen laut Artikelbeschreibung sehr gut, doch seht selbst.
Da steht deutlich was über, und damit die Rasten im montierten Zustand steil nach oben:

Das muss der Bandschleifer richten:

Geht doch:

Fertig montiert und passt:

Die AMP SUPERSEAL 1,5
SERIE-Steckverbinder wurden entwickelt um den technisch höheren Anspruch an Steckverbindern hinsichtlich Wasserdichtigkeit und Zuverlässigkeit gerecht zu werden. Die AMP SUPERSEAL 1,5 SERIE-Steckverbinder entsprechen den Vorschriften der IEC 529 sowie der DIN 40050 IP 67 und sind somit geeignet für den Einsatz in der Automobil-Industrie, der Landwirtschaft sowie im Maschinenbau. Auch für den Einsatz an Sensoren ist dieses System geeignet.
- max. 14A
- max. 24V DC
- -40°C bis +125°C
- Widerstandsfähig gegen: Ozon, Salze, Benzin, Diesel, Bremsflüssigkeit, Motoröl
Zum Beispiel bei Reichelt einfach nach superseal suchen.
Eine 2-polige Steckverbindung kostet etwa 3,50€, man braucht dafür folgendes:
4 Stk SUPERSEAL 1GE – Einzel-Dichtungskappe, gelb
2 Stk SUPERSEAL 2DK – Dichtungskappe für 2-pol. Superseal (optional)
2 Stk SUPERSEAL SK2 – Stiftkontakt, 0,75-1,5mm²
2 Stk SUPERSEAL BK2 – Buchsenkontakt, 0,75-1,5mm²
1 Stk SUPERSEAL 2S – 2-poliges Stiftgehäuse
1 Stk SUPERSEAL 2B – 2-poliges Buchsengehäuse
Ich habe mir bei Louis die Daytona Heizgriffe bestellt und an die KTM angebaut. Die Montage an der Enduro geht super einfach, da hinter der Lampenmaske zwei, bereits mit 10A abgesicherte Stromanschlüsse vorhanden sind. Einer ist mit Dauerstrom belegt, der andere wird über die Zündung geschaltet. Die Heizgriffe müssen zwingend an den geschalteten Anschluss angeschlossen werden, denn die Heizgriffe würden die Batterie ziemlich schnell leer saugen, wenn man sie vergisst auszumachen.
Wie beschrieben heizte ich die Griffe im Start Modus gut eine Minute auf, die Griffe wurden schnell ordentlich warm, und habe dann in den Run Modus geschaltet. Die Griffe kühlen rasch ab und waren nach 10 Minuten nur noch lauwarm. Diese Fahrstufe ist viel zu kalt um damit im Winter zu fahren. Ziemlich enttäuscht von der Leistung der Daytona Heizgriffe habe ich sie nach einem weiteren Test mit gleich schlechtem Ergebnis die Heizgriffe wieder demontiert und an Louis zurück geschickt.
Bald darauf ab zu Hein Gericke und mit der 20% Rabatt Aktion die Professional Heizgriffe für 32€ eingekauft und gleich getestet – dieses Mal bevor ich sie an die KTM angebaut habe. Ausgepackt, an eine Motorradbatterie angeschlossen und auf 100% gestellt. Nach etwa 10 Minuten waren die Griffe so heiß, dass man sie mit bloßen Händen fast nicht mehr anfassen konnte. Ganz klar, die Dinger werden angebaut.
Das Benutzerhandbuch Hein Gericke Heated Grips als PDF zum Download.
Update: Nachdem ich die Heizgriffe nun wirklich angebaut habe, kann ich das gute Testergebnis nur bestätigen. Einzig die wirklich starren Kabel an den Griffen haben mich etwas gestört, allerdings waren die Temperaturen in der Werkstatt auch nur um den Gefrierpunkt. Zum sauberen Verlegen habe ich die störrischen Stromleiter einfach mit einer Heißluftpistole gefügig gemacht.
Es wird immer später Tag und früher Nacht, der Winter steht vor der Tür und bringt sehr zu Kradlers Ärger auch noch Nässe, Nebel und andere fiese Sichtminderungen mit. Deswegen habe ich mir heute eine Philips MotoVision H7 eingebaut, und bin gespannt ob die versprochenen 40 % mehr weißes Licht und 10-20 Meter längerer Lichtkegel auch wirklich zu sehen sind.
Ich reiche hier mal einen Teils Testergebnisses des H4-Lampen Tests aus der Motorrad 3/2010 nach. Die drei Lampen die ein “sehr gut” bekommen haben sind allesamt Markenprodukte von Osram oder Philips.

Vor ein paar Tagen ist mir beim Einbauen des Hinterrades ein kleines Teil aus der hinteren Bremse gefallen. Ich hab das Ding mit einem roten Pfeil gekennzeichnet. Ist in echt etwa 10mm lang, keine Ahnung für was das gut sein soll. Gut, dass ich mir das Benutzen der hinteren Bremse schon vor Jahren abgewöhnt habe.
Wenn jemand eine Idee hat, für was das Ding gut sein könnte, bitte einfach in einen Kommentar schreiben.

Wenn das Öl des Erstausrüsters des automatischen Kettenölers wie z.B. Scottoiler, CLS200, McCoi usw. zur Neige geht kann man entweder das Originalöl für teueres Geld nachbestellen oder man nimmt das teilsynthetische Stihl Sägekettenhaftöl, zum Beispiel ArtNr 0781 516 2000 (1l Gebinde). Ich habe vor einigen Wochen den 5l Behälter (brauche auch noch was für meine Kettensäge) für 17€ gekauft und benutze es mit meinem CLS200.
Auf der Stihl Website kann man einen Händler in der Nähe suchen. Stihl hat auch Bioöl im Programm, das aber für die Motorrad Kettenöler nicht geeignet ist, weil es gerne verharzt.
Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden. So lautet der Ringspruch auf dem Meisterring aus Tolkiens Der Herr der Ringe, passt aber auch sehr gut zu meinem jüngsten ZX636B Ersatzteil.
Ich habe einen neuen Auspuff montiert. Die Anweisung des Werkstatthandbuches dazu ist eindeutig: Die Auspuffrohrdichtung durch eine neue ersetzen. Daran gibt es nichts zu rütteln, denn die alte Dichtung lässt sich unmöglich noch einmal verwenden. Also beim Händler telefonisch eine neue Dichtung bestellt und zwei Tage später abgeholt, um genau zu sein, Jürgen hat sie für mich abgeholt.
Diese Auspuffrohrdichtung wird zwischen Krümmer und Endtopf gesteckt, dieser wird mit einer Schelle dann festgezogen. Die Maße dieses Ringes sind 51mm Außen-, 46mm Innendurchmesser, 30mm hoch, 28g schwer und kostet 25.78€.
Wenn wir davon ausgehen, dass der Hersteller diese Dichtung als langes Rohr produziert und dann in 30mm Scheiben abschneidet heißt das folgendes: 1m (933g) davon kostet 859.33€, das heißt 10.40m (9.7kg) davon entsprechen den Neupreis des gesamten Motorrades.

Der Chef hatte jahrelang ein Motorrad mit Kardan Antrieb. Da er sich mit dem Kettenspray nicht anfreunden konnte und wollte hat er beschlossen einen Scottoiler zu montieren. Ich ging ihm ein wenig zur Hand, hier ist unsere Geschichte.
Als erstes gilt es den Anschluss für den Unterdruckschlauch zu finden. Die Kawasaki hat gleich vier davon, nämlich die Schläuche zum Synchronisieren der Vergaser. Um an diese Schläuche zu kommen muss man zuerst die Sitze und danach den Tank abbauen. Jetzt sieht man auf der rechten Seite einen kurzen Schlauch mit einem weißen Stösel. Diesen Stösel entfernen und den beim Scotty mitgelieferten M5 Messing-Stopfen mit dem Gewinde in den Schlauch drehen. Auf den Messing Stopfen kommt jetzt der schwarze rechtwinklige Adapter, in diesen dann der Unterdruckschlauch.
Den Vorratsbehälter platzieren wir in der linken Stauchfachseite. Dazu wird mit einem scharfen Teppichmesser die vordere Wand ausgeschnitten.
Gleich mal ausprobieren wie es später mal aussehen wird. Jetzt kann man auch die Höhe des hinteren Teils bestimmen, damit die maximale Steilheit erreicht wird aber der Sozius Sitz nicht an dem Behälter ansteht. Um ihn hinten höher zu legen, benutzen wir ein zurecht geschnittenes Teil der mitgelieferten Gummiauflage.
Den Ölschlauch befestigen wir mit der mitgelieferten Halterung, die über die Achse geschoben wird. Die Bohrung mussten wir etwas vergrößern, damit sie passt.
Den Ölschlauch verlegen wir ganz unspektakulär außen am Kettenschutz entlang. Den Schlauch befestigen wir mit zwei Kabelbindern.
Eine Großaufnahme des Behälters mit der kunstvollen Befestigung.
Nachdem der Unterdruckschlauch und der Ölschlauch am Behälter nach Anleitung befestigt wurden, wird der Behälter mit Öl aufgefüllt und das Öl wird in die Leitung gepumpt.
Tank, Verkleidung usw. wieder montieren. Fertig.