Auf der rechten Seite sitzt eine der beiden Bremsbelagfederschrauben, im Bild rechts mit der Nummer 9 gekennzeichnet, so fest, dass das Mistding weder von mir, noch von zwei mir bekannten Zweiradmechanikern gelöst werden konnte. Der Innensechskant ist auch schon komplett vermurkst, so dass nur noch ausbohren oder ein neuer Bremssattel in Frage kommt. Da ich an meinen Bremsen nicht gerne den Bohrer ansetze, habe ich bei eBay ein Paar Bremssättel für 82 € gekauft. Kein schlechter Deal wie mir scheint, denn die Beläge sind noch recht gut, und alleine diese kosten neu schon um die 100 €.
Für 90 € gibt es von Spiegler gleich bei mir um die Ecke noch einen Satz neue, schwarz ummantelte Stahlflex-Bremsleitungen und 250 ml DOT 5.1 Bremsflüssigkeit.

Wegen einer kleinen Ungeschicklichkeit habe ich letztens die linke, vordere Fußraste abgebrochen. Ein original Kawasaki Ersatzteil kostet 80 € – nur die Raste. Diese beiden schwarz eloxierten Alurasten habe ich für weniger als die Hälfte bekommen, und passen laut Artikelbeschreibung sehr gut, doch seht selbst.
Da steht deutlich was über, und damit die Rasten im montierten Zustand steil nach oben:

Das muss der Bandschleifer richten:

Geht doch:

Fertig montiert und passt:

Anfang 2011 kommen die neuen Kraftstoffe. Die Benzinsorten werden mit bis zu 10 % Bioethanol angeboten. Diese neuen Kraftstoffe werden mit E10 bezeichnet, dann will ich mal schnell den wichtigsten Teil meines Fuhrparks abchecken:
Für die 690 kein Problem, KTM hat in einem Newsletter geschrieben, dass alle KTM Modelle ab Baujahr 2000 für den Betrieb mit E10-Kraftstoff geeignet sind.
Kawasaki ist noch nicht soweit, zur Zeit kein grünes Licht für Modelle vor 2006.
Der Astra hat damit kein Problem, ich kann mich also bei diesem Thema entspannt zurücklehnen.
Nur meine Ducati wird da nicht mitspielen, die ist ja schon knapp 20 Jahre alt.
Ich war mit tinu und Jürgen heute in der Nachbarschaft beim Ringisieren, Mensch und Maschine sind unversehrt wieder zu Hause angekommen. Den ersten Turn haben wir wegen Regen und Zeitknappheit gecancelt. Jürgen und mich haben sie in die Gruppe C (die Wahnsinnigen) gesteckt, weil B (die Schnellen) schon voll war, damit startet unsere Gruppe schon um 9 Uhr und nicht wie geplant um 9:20, aber, wie gesagt, wegen starkem Regen wären wir eh nicht gefahren, ich glaub den ersten Turn haben alle ausfallen lassen. Auch Ewald haben sie ungefragt von A (Mädchen) auf B befördert. Der zweite Turn war zwar noch nass und es hat leicht geregnet, aber im dritten bildete sich schon eine trockene Ideallinie und ab dem vierten Turn war die Piste komplett abgetrocknet. War mal wieder ein feiner Tag auf UND an der Strecke.

Wegen eines defekten Wellendichtrings in der Wasserpumpe muss meine Kawasaki in die Werkstatt geschleppt werden. Glücklicherweise macht das der ADAC für Mitglieder, auch von zu Hause aus, kostenlos. Nachdem ich seit Ewigkeiten Mitglied bin, ist das das erste Mal, dass ich die Gelben Engel um Hilfe bitten muss.

Vor ein paar Tagen ist mir beim Einbauen des Hinterrades ein kleines Teil aus der hinteren Bremse gefallen. Ich hab das Ding mit einem roten Pfeil gekennzeichnet. Ist in echt etwa 10mm lang, keine Ahnung für was das gut sein soll. Gut, dass ich mir das Benutzen der hinteren Bremse schon vor Jahren abgewöhnt habe.
Wenn jemand eine Idee hat, für was das Ding gut sein könnte, bitte einfach in einen Kommentar schreiben.

Ein Ring sie zu knechten, sie alle zu finden, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden. So lautet der Ringspruch auf dem Meisterring aus Tolkiens Der Herr der Ringe, passt aber auch sehr gut zu meinem jüngsten ZX636B Ersatzteil.
Ich habe einen neuen Auspuff montiert. Die Anweisung des Werkstatthandbuches dazu ist eindeutig: Die Auspuffrohrdichtung durch eine neue ersetzen. Daran gibt es nichts zu rütteln, denn die alte Dichtung lässt sich unmöglich noch einmal verwenden. Also beim Händler telefonisch eine neue Dichtung bestellt und zwei Tage später abgeholt, um genau zu sein, Jürgen hat sie für mich abgeholt.
Diese Auspuffrohrdichtung wird zwischen Krümmer und Endtopf gesteckt, dieser wird mit einer Schelle dann festgezogen. Die Maße dieses Ringes sind 51mm Außen-, 46mm Innendurchmesser, 30mm hoch, 28g schwer und kostet 25.78€.
Wenn wir davon ausgehen, dass der Hersteller diese Dichtung als langes Rohr produziert und dann in 30mm Scheiben abschneidet heißt das folgendes: 1m (933g) davon kostet 859.33€, das heißt 10.40m (9.7kg) davon entsprechen den Neupreis des gesamten Motorrades.

Beim Fährtchen am Sonntag ist die Auspuffschelle abgebrochen. Der Tankwart war so freundlich mir einen Draht für eine schnelle, notdürftige Reparatur zu schenken.

Wer das Werkstatthandbuch der ZX636B hat, kann im Kapitel 11 ganz genau nachlesen wie man die Kette wechselt.
Der Vergleich zeigt klar, ein neuer Kettensatz muss her.
Bei Hagen Motorparts einen neuen Enuma Quad Ring Kettensatz bestellt, 4 Tage später wurde er schon geliefert. Das Paket enthält
- eine 520SRX Kette mit 108 Gliedern
- ein vorderes und hinteres Kettenrad mit der original Übersetzung
- ein Enuma Schraubschloss
Die vordere Ritzel-Abdeckung abhenmen (erst den Drehzahlsensor abgeschraubt, dann die 5 Schrauben der Abdeckung) und dann die Kettenradmutter (ganz normales Rechtsgewinde, also nach links zum Lösen) mit viel Verlängerung aufgewuchtet. Das Hinterrad kann man entweder mit der Hinterradbremse blockieren, oder ein stabiles Holz zwischen Schwinge und Rad klemmen.
Als nächtes muss die alte Kette weg, dazu habe ich mit meiner 125er Flex die zwei Nieten eines Kettengliedes abgeschliffen. Jetzt das vordere und hintere Ritzel montiert, und die Kette eingefädelt.
Mit dem Schraubschloss die Kette verbinden und nach beiliegender Anleitung zusammendrücken.
Anzugsmomente
Drehzahlsensorschraube: 3,9Nm
Halteschrauben für Motorkettenraddeckel: 6.9Nm
Motorkettenradmutter: 125Nm
Hinterrad-Achsenmutter: 127Nm
Hintere Kettenradmuttern: 59Nm
Nachdem ich jetzt bei zwei Freunden schon einen Scottoiler montiert habe, beschloss ich auch mir den Luxus eines automatischen Kettenölers zu gönnen. Da meine Kawasaki ZX6R mit Einspritzung kommt, ist es mit dem Unterdruckschlauch etwas kritisch und außerdem will man auch was Neues probieren, deshalb entschloss ich mich zum Kauf eines CLS200.
Das Steuergerät passt hervorragend unter die hintere Seitenverkleidung. Links und rechts mit einem Kabelbinder befestigt.
Der Ölschlauch wird über der Schwinge nach hinten geführt, mit Kabelbinder an den Kettenschutz befestigt.
Der Ölaustritt genau auf dem Kettenblatt.
Den Regler wollte ich nicht irgendwo vorne im Cockpit habe, ich will schließlich Mopped fahren und nicht Knöpfe drehen. Sollte es stark regnen muss ich sowieso anhalten und die Regenkombi anziehen, dann kann ich auch gleich noch den Regler 2 Stufen hochdrehen. Also habe ich ihn auch an das Werkzeugfach gebaut.
Von innen sieht das ganze dann so aus.
Der 250ml Ölbehälter kommt in dass Werkzeugfach, das Werkzeug rutscht nach hinten. Den Öbehälter fixiere ich noch mit selbstklebendem Klettband aus dem Kurzwarengeschäft. 10cm reichen locker und kosten circa 30 Cent. Für das Boardwerkzeug ziehe ich den beim CLS200 mitgelieferten Klettstreifen unter dem Werkzeugfach durch.
So, das war’s. Gut drei Stunden Arbeit, die sich lohnen.