KTM 790 Duke Probefahrt

Der Orange Day bei KTM ist immer eine gute Möglichkeit, die neuen Modelle der Österreicher zu testen. Dieses Frühjahr gibt’s ganz frisch die KTM 790 Duke, also Augen zugekniffen und rauf auf den Bock.

Gleich mal das Beste vorweg: wenn man drauf sitzt, ist man nicht mehr der kompletten Hässlichkeit ausgesetzt, ganz im Gegenteil, denn man blickt direkt auf das super ablesbare und gut gelungene Display. Auch die Einstellungen, die man darüber machen kann, lassen sich problemlos mit dem linken Daumen erledigen. Also Motor an, Street-Mode rein und los geht’s. Der Sound aus dem kon(m)ischen Auspuff ist gut und nicht leise. Bei strahlendem Sonnenschein und, laut dem Duke-Display, 19°C gewöhne ich mich schnell an die Sitzposition ähnlich der MT-09, aufrecht und weit vorne, einzig die Lenkerkröpfung stört etwas, aber nur auf den ersten paar Kilometer.

Der Zweizylinder drückt mächtig an, dreht locker bis in den ruppigen Begrenzer, das Beschleunigen aus den engen Kurven mit dem Quickshifter bringt enormen Spaß. Runterschalten geht auch ohne Kupplung, aber nach ein paar Versuchen, nehme ich dazu doch die sehr leichtgängige Kupplung, denn ganz so ruckfrei wie das Hochschalten ist es nicht.

Die Schokoladenseite

Auf dem Rückweg habe ich von Street- auf den Sportmodus gewechselt, das noch bessere Ansprechverhalten hat mir gleich besser zugesagt, und ist auch an ganz engen Stellen nicht zu aufgeregt.

Das nicht einstellbare Fahrwerk ist auf der sportlichen Seite, ich hätte mir über die nicht ganz so ebenen Stellen etwas mehr Sensibilität gewünscht, aber ja, die müssen für die „R“ nächste Saison auch noch was anbieten können.
Also: fährt super, der Preis ist gut, aber auch nach der Probefahrt ist sie immer noch nicht schöner geworden, somit werde ich nicht in Versuchung kommen, eine zu kaufen.

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