KTM 690 SMC-R 2019 Probefahrt

Jetzt geht’s Schlag auf Schlag. Nachdem ich erst vor wenigen Tagen die 790 Adventure ausgeführt hatte, ist heute die Supermoto 690 SMC-R an der Reihe.

Schon auf der Fahrt zum Pfefferle bin ich auf einen Probefahrenden mit der SMC-R aufgelaufen. Das markante zweigeteilte Rücklicht ist bereits von Weitem zu erkennen. Schön klein und schlank sieht sie aus, dachte ich mir, und auch schön leise, denn gehört habe ich nur meine 11 Jahre alte 690 Enduro. Angekommen, sogleich zur Supermoto gelaufen, die sich in der Endkontrolle befand, und mich beim zuständigen Mitarbeiter zur Probefahrt angemeldet. Was für ein Stück Glück, ich bin gleich als nächstes dran. Während die Papiere fertig gemacht werden, plaudere ich noch ein wenig mit einem anderen Mitarbeiter und keine fünf Minuten später geht’s los.

Gleich vorweg, alle Eindrücke geben den Vergleich zu meiner 690er wieder. Die Sitzhöhe beträgt 89 cm, kommt mir aber weniger vor. Der Sitz ist breiter und straffer, ob das auf Dauer deutlich besser ist glaube ich nicht, Kahedo wird’s freuen. Der ständig bemängelte Lenkeinschlag ist merklich besser, ansonsten ist alles da wo es schon immer war. Vorne ist jetzt die EXC Lampenmaske dran, die, außer der schlanken Optik, genau gar keinen Vorteil hat. Im Gegenteil. Die Armaturen wurden auf ein Minimum reduziert, Geschwindigkeit links, Strecke rechts, oben (zu) klein die Uhrzeit, und wenn das Licht auch dem der EXC entspricht, sollte man vor der ersten Nachtfahrt gleich was ordentliches einbauen. Das kleine Display aus der 790 Duke/Adventure hätte sicherlich hinter eine ordentliche Lampenmaske mit zeitgemäßer LED Beleuchtung (Blinker und Rücklicht sind LED) gepasst, das hätte uns auch die den unwürdigen Fahrmodus- und ABS-Schalter erspart. Ganz schlecht gelöst.

Kommen wir zum schönen Teil, dem Fahren, denn da gibt es, um es vorweg zu nehmen kaum was zu meckern. Die zweite Ausgleichswelle im Zylinderkopf leistet ganze Arbeit, der Motor läuft jetzt so dermaßen sanft, dass man kaum glauben mag, dass direkt unter einem ein einzelner, riesiger Kolben den Sprit in Spaß verwandelt. Die Dämpfung der Gabel habe ich zwischen Standard und Sport gestellt, das Federbein habe ich gelassen wie es war, vermutlich auf den Standardeinstellungen, Fahrmodus 1 (normale Gasannahme mit schräglagenabhängig regelnder Traktionskontrolle und Wheelie-Verbot) aktivieren und ab auf eine Strecke geradezu gemacht für die SMC-R: eng, richtig kurvig und zumindest streckenweise mieser Straßenbelag.

Ich brauche genau Null Meter Eingewöhnungszeit, denn viel hat sich zu meiner nicht geändert, und erfreue mich gleich der Handlichkeit dieses Kurvenräubers mit den guten Manieren. 17 Zoll Bereifung ist eben auf den Straßen im Schwarzwald die deutlich bessere Wahl gegenüber den Endurogrößen 21 und 18 Zoll. Jetzt die enge Holperstrecke, auf geht’s WP Fahrwerk, beeindrucke mich! Ich gebe der Maschine die Sporen und wir fliegen das Sträßchen aufwärts als ob nichts wäre. Die Unebenheiten? Weg. Schlaglöcher? War da was? Schnelle Wechselkurven? Nasenwasser. Natürlich bin ich nicht auf der letzten Rille unterwegs, aber es geht schon recht flott vorwärts. Ich bin beeindruckt.
Der Motor ist untenrum etwas zurückhaltender als meine Enduro mit EVO 1 (natürlich nur auf der Rennstrecke – unfairer Vergleich), geht aber ab der Mitte vehementer voran und dreht oben raus geschätzt (es gibt ja keinen Drehzahlmesser) mindestens 1000 U/min mehr als meine. Das bringt auf der Straße viel mehr als man jetzt nur von der Zahl her meint, es ist eine wahre Freude hochzubeschleunigen und dann mit dem serienmäßigen QuickShifter+ den nächstens Gang reinzudrücken. Dieser extra 1000er erweitert das nutzbare Drehzahlband beträchtlich.
Den Quickshifter übrigens habe ich mir etwas geschmeidiger vorgestellt. Ab und zu hab ich es wohl gut erwischt und der Gangwechsel war schön weich, meistens aber eher etwas auf der ruppigen Seite, sowohl beim Hoch- als auch Runterschalten. Wenn ich mich richtig erinnere war das bei der Duke 790 besser, wenn auch nicht perfekt. Trotzdem hab ich ihn meistens benutzt, denn beim Rausfeuern aus der Kurve ist das echt eine Waffe, weil man voll am Gas bleiben kann. Und Dank 1.5 Liter mehr Sprit im Tank kann man das jetzt auch noch gut zwei Dutzend Kilometer länger tun als mit den bisherigen 690 SMC und Enduro.

Insgesamt ist die 2019er ein lohnendes Upgrade und wäre ich steinreich, würde ich mir sofort eine kaufen. Der Listenpreis beträgt 10.800 €, dafür sollte zumindest ein ordentliches Display im Cockpit und rundum LED Beleuchtung dabei sein, ansonsten gibt es viel Spaß für relativ viel Geld, aber da es eigentlich keine Konkurrenz gibt, geht die 690er auch so weg wie warme Semmeln. Das liegt vielleicht auch daran, dass sie, im Gegensatz zu den meisten ihren Markenkollegen, recht gut aussieht. Auch das Weglassen der zig verschiedenen Orangetönen tut der Optik gut, die Felgen und die Gabelbrücke zum Beispiel sind jetzt in der einzig wahren Farbe eloxiert. Nur noch den allfälligen Heckumbau, den Kunststoff-Motorschutz der Enduro an-, die Soziusrasten abschrauben, andere Spiegel und fertig ist die super Supermoto.

Die Reifen weiß vom Streusalz

Die technischen Daten: KTM PressKit EICMA 2018 MY19 EN Supermoto Technical Data

Getagged mit:

KTM 790 Adventure Probefahrt

Um dem Trubel beim Orange Day kommendes Wochenende zu entgehen, habe ich bereits heute eine Probefahrt mit der brandneuen KTM 790 Adventure beim örtlichen Vertragshändler gebucht. Der Papierkram war schon vorbereitet, und kurz nach meiner Unterschrift schwinge ich mich auf die neue Reiseenduro aus Mattighofen.

Erster Eindruck: straffe Sitzbank, großzügiger Lenkeinschlag – ok, jedes Motorrad hat im Vergleich zur alten 690 Enduro, mit der ich angereist bin, einen großen Lenkeinschlag. Motor an und erste Hörprobe beim Warmlaufen: Sound beim Draufsitzen eher rumpelig, daneben allerdings recht gut.

Nach einer kurzen Einweisung des Verkäufers meinte er „also maximal 50 km und bitte nicht in den Schwarzwald sondern nur unten rum…“ Ich war für einige Sekunden völlig perplex, und dann musste ich lachen – hejo, der 1. April. Bitte, mit so was macht man keine Späße. Was? Das ist ernst gemeint? Ja, da oben wäre noch Schnee, blablabla, das ist eine anspruchsvolle Strecke, da könne ich mich gar nicht auf das neue Mopped konzentrieren. Was soll ich bitte auf ein paar Kürvchen durch die Rebberge testen? Unglaublich, ich wäre am liebsten sofort abgestiegen und hätte die Sache abgeblasen.

Na gut, erster Gang rein, butterweich, nur an der Ganganzeige habe ich überhaupt bemerkt, dass das Getriebe auf Antrieb gestellt hat. Das Display ist übrigens mehr oder weniger das gleiche wie bei der 790 Duke, gut ablesbar, konfigurierbar und mit dem linken Daumen, auch während der Fahrt, gut bedienbar. Optisch kommt es aber bei Weitem nicht an die neuen Displays von BMW oder Ducati ran, ist vermutlich auch von Kiska. À propos Optik und Kiska, ich kann es nicht anders ausdrücken, der Hobel ist abgrundtief hässlich. Der tiefe, breite Tank, fahrtechnisch gesehen zweifelsfrei sinnvoll, die abgesetzte Maske, die Spiegel, die fetten Soziusgriffe… das kannst Du Dir mit nichts auf der Welt schön saufen. Das Heck und der Auspuff sind die einzigen Bereiche, die nicht sofort Augenkrebs auslösen. Es ist schon öfters vorgekommen, dass  ein neues Modell, das man zuerst auf Fotos sieht eher unschön wirk, aber dann in echt viel besser daher kommt – nicht so bei der Adventure. Im Gegenteil, die ist noch schlimmer.

Der Zweizylinder läuft ruhig, tiefer als 2500, besser 3000 U/min sollte es aber nicht sein, doch von da an zieht der Motor schön, aber nicht ganz linear. Spürbar mehr Druck gibt es ab ca. 5000 – 8000 U/min, danach bis in den Begrenzer geht im die Puste etwas aus, ist halt kein Vierzylinder. Untermotorisiert habe ich mich aber nie gefühlt, wie auch ein Freund eines Freundes bestätigt, der anscheinend mühelos 140 auf der Landstraße gecruist sein soll. Da mir die Runde auf der Hausstrecke verweigert wurde, kann ich zum artgerechten Fahrverhalten nichts sagen, ein bisschen um die Ecke und mal ein Auto überholen kann auch eine Transalp von 1989…

Die ganzen elektrischen Helferlein habe ich im Street Modus gelassen, das ABS vorne ist angenehm unspektakulär, hinten gibt’s bei einer Schreckbremsung einen kurzen Quitscher der Reifen bevor die Regelung das Kommando übernimmt. Die Traktionskontrolle hat bei einem kurzen Test aus einem Waldweg zumindest geregelt, beurteilen kann ich das aber nicht. Die Sitzposition war, für die halbe Stunde- vermutlich auch noch viel mehr, angenehm, das Windschild hatte für mich allerdings eine unangenehme Höhe, eine Verstellung und andere Scheiben sind aber vorhanden.

Ich dachte mir gleich zu Beginn, dass die neue orange Mittelklasse niemals so gut fährt, als dass man die Optik verdrängen kann. Klar, das ist Geschmacksache, aber für mich wird’s wohl bis auf Weiteres keine Straßen-KTM geben, denn trotz form follows function spielen Ästhetik und Emotion für mich auch eine Rolle.

Die technischen Daten aller 2019 Travel Modelle als PDF im KTM PressKit EICMA 2018 MY19 EN Travel

Getagged mit:

Garmin Mapsource ohne CD installieren

Geht ganz einfach:

  • MapSource 6.16.3 bei Garmin herunterladen oder alternativ bei Google suchen.
  • MapSource_6163.exe mit 7-Zip auspacken: Rechte Maustaste -> 7-Zip -> Entpacken nach „MapSource_6163\“
  • Dann zuerst MSMain.msi und danach Setup.exe ausführen.

Die routebaren Karten von garmin.openstreetmap.nl lassen sich sehr gut mit dem (portablen) Mapsource verwenden, wenn man beim Download die Version für „Map installer for BaseCamp / Mac OSX platform“ auswählt, also z.B. osm_generic_new_macosx.zip und diese in das Unterverzeichns Maps im Mapsource Verzeichnis entpackt. Beispiel siehe Screenshot:

Mit dem MapConverter for Windows von Garmin kann man IMG Karten in GMAP umwandeln.

Garmin Tempe

Messung über ca. 65 Minuten (400 Werte) mit dem Garmin Tempe. Vom Schreibtisch auf die schattige Fensterbank und wieder zurück. Aufgezeichnet mit Locus Maps, alle 10 Sekunden eine Messung. Minimum -1,82°C, Maximum 23,84°C

Der Messwert ändert sich nur ein mal in der Minute, deswegen gibt es die Treppenstufen in der Kurve.

Humbaur HA 132513

Meine neuer Anhänger, gebraucht gekauft aber erst zwei Jahre alt.

PDF Datenblatt

Neue Batterie für die KTM 690

Nach 10 Jahre ist der original Akku nicht mehr der allerbeste, deswegen gibt es eine neue intact Bike-Power GEL 12V 8,5Ah YTZ10-S Gel Batterie. Da ich mit der 690er öfters auch im Winter unterwegs bin, habe ich mich gegen einen LiFePo Akku entschieden, und eine konventionelle Gel Batterie gekauft. Ich selbst habe keine Erfahrung mit LiFePo Akkus im Winter, aufgrund der Beschreibung anderer habe ich davon abgesehen. In der 350er jedenfalls funktioniert er einwandfrei, aber die steht auch über den Winter in der Garage.

Getagged mit: , ,

100 MBit VDSL von 1&1

Ein verlockendes Angebot von 1&1 machte mir den Wechsel von der Telekom sehr leicht. Dazu noch eine neue FRITZ!Box 7530 um dem WLAN zu Hause die Sporen zu geben.

Alpinestars Tech 7 Enduro

Ich gönne mir ein Paar neue Enduro-Stiefel.

Getagged mit: ,

KTM 790 Duke Probefahrt

Der Orange Day bei KTM ist immer eine gute Möglichkeit, die neuen Modelle der Österreicher zu testen. Dieses Frühjahr gibt’s ganz frisch die KTM 790 Duke, also Augen zugekniffen und rauf auf den Bock.

Gleich mal das Beste vorweg: wenn man drauf sitzt, ist man nicht mehr der kompletten Hässlichkeit ausgesetzt, ganz im Gegenteil, denn man blickt direkt auf das super ablesbare und gut gelungene Display. Auch die Einstellungen, die man darüber machen kann, lassen sich problemlos mit dem linken Daumen erledigen. Also Motor an, Street-Mode rein und los geht’s. Der Sound aus dem kon(m)ischen Auspuff ist gut und nicht leise. Bei strahlendem Sonnenschein und, laut dem Duke-Display, 19°C gewöhne ich mich schnell an die Sitzposition ähnlich der MT-09, aufrecht und weit vorne, einzig die Lenkerkröpfung stört etwas, aber nur auf den ersten paar Kilometer.

Der Zweizylinder drückt mächtig an, dreht locker bis in den ruppigen Begrenzer, das Beschleunigen aus den engen Kurven mit dem Quickshifter bringt enormen Spaß. Runterschalten geht auch ohne Kupplung, aber nach ein paar Versuchen, nehme ich dazu doch die sehr leichtgängige Kupplung, denn ganz so ruckfrei wie das Hochschalten ist es nicht.

Die Schokoladenseite

Auf dem Rückweg habe ich von Street- auf den Sportmodus gewechselt, das noch bessere Ansprechverhalten hat mir gleich besser zugesagt, und ist auch an ganz engen Stellen nicht zu aufgeregt.

Das nicht einstellbare Fahrwerk ist auf der sportlichen Seite, ich hätte mir über die nicht ganz so ebenen Stellen etwas mehr Sensibilität gewünscht, aber ja, die müssen für die „R“ nächste Saison auch noch was anbieten können.
Also: fährt super, der Preis ist gut, aber auch nach der Probefahrt ist sie immer noch nicht schöner geworden, somit werde ich nicht in Versuchung kommen, eine zu kaufen.

Getagged mit:

Michelin Pilot Sport 4 Sommerreifen für den GTI

Vier neue Pneus Michelin Pilot Sport 4 für meinen VW.

Getagged mit:
Top