Kühler repariert

Nicht schön, aber selten. Die linke Gewindebuchse zur Befestigung des Kühlerschutzes war locker, und somit konnte Kühlflüssigkeit aus dem System entweichen. Mit etwas UHU Flüssigmetall ist alles wieder dicht. Die Makroaufnahme lässt den Murks erst richtig zur Geltung kommen.

Alpentour 2019

Ans Mittelmeer und wieder zurück, so lautet der grobe Plan. Auf der Autobahn durch die Schweiz, in Italien auf dem TET (Trans Euro Trail) bis Ventimiglia, dann über, unter anderem, die Pässe der Route des grandes Alpes wieder Richtung Heimat. Natürlich haben wir auch Ingolf besucht und uns versichert, dass es ihm gut geht.

Neue Batterie für die KTM 690

Nach 10 Jahre ist der original Akku nicht mehr der allerbeste, deswegen gibt es eine neue intact Bike-Power GEL 12V 8,5Ah YTZ10-S Gel Batterie. Da ich mit der 690er öfters auch im Winter unterwegs bin, habe ich mich gegen einen LiFePo Akku entschieden, und eine konventionelle Gel Batterie gekauft. Ich selbst habe keine Erfahrung mit LiFePo Akkus im Winter, aufgrund der Beschreibung anderer habe ich davon abgesehen. In der 350er jedenfalls funktioniert er einwandfrei, aber die steht auch über den Winter in der Garage.

Oxford OF690 Adventure Heizgriffe

Eigentlich sind an der 690er schon Heizgriffe montiert, die Folientaster am Controller allerdings sind mit Winterhandschuhen fast nicht zu bedienen. Im Stand geht’s noch, während der Fahrt, womöglich noch bei Dunkelheit, hat man kaum eine Chance die Tasten zu treffen. Mit der Heizleistung war ich aber immer sehr zufrieden. Dennoch Grund genug, neue Oxford OF690 zu montieren, deren Tasten groß und erhaben sich vom Steuergerät abheben. Eine erste, kurze Testfahrt bei milden Winterbedingungen (50 km, 3°C) bestätigen einen ähnliche Heizleistung wie die alten Griffe. Die Grifflänge beträgt 132 mm.

Gleichzeitig werden auch noch neue Handprotektoren und ein neuer Schalthebel angebaut. Nur der Optik wegen, purer Luxus.

29. Schwarzwald Winterfahrt 2017

Vorbereitung

Ich kann nicht wirklich behaupten, dass ich mich auf den Event freue, denn konstruktionsbedingt ist das Motorrad für den Winter nicht wirklich gut geeignet. Du sitzt voll im Wetter, mit nur zwei Rädern wird jede noch so kleine glatte Stelle auf der Straße zur potentiellen Sturzursache und außerdem ist es auch noch für einige Stunden komplett dunkel.
Zumindest gegen die Kälte kann man was tun, und getreu nach dem Motto viel hilft viel, zwiebel ich mir Schicht um Schicht auf den Leib bis die Winterjacke gerade noch so zu geht. Als äußerste Schicht hat sich das Regenzeug bewährt, einerseits hält es den Wind ab, andererseits schützt es vor der Salzgischt und, Gott bewahre, Regen und Schnee.
Das Motorrad braucht lediglich wintertaugliche Reifen (in meinem Fall Mitas E-09) und eine Griffheizung – ohne würde ich nicht an den Start gehen, denn die läuft normalerweise den ganzen Tag auf 100% – aber nur weil 120% nicht geht.

Ich dreh am Rad

Der erste Posten ist im Gasthof Kreuz Schönwald. Wir, und auch einige andere, sind bereits einige Minuten vor 6 da und dürfen die Aufgabe schon mal angehen. Weiterfahrt aber nicht vor 6:00 Uhr. Die Scheibe wird von Hand in Rotation versetzt und dreht idealerweise bis in die 10 Punkte Kerbe. Zaghafte Versuche bringen Punktabzug, zu forsches Vorgehen wird mit null Punkten bestraft. Jeder darf drei Mal, ich starte mit 22 Punkten auf der Boardkarte ins Rennen.

Zum Löwen

Etwa eine Fahrstunde südlich im Gasthaus Zum Löwen wartet ein Bogen mit Fragen zu Allgemeinwissen auf uns. Die Antworten fielen mir leicht, bei einer Schätzfrage (Wie viele Stacheln haben Igel) hatte ich Glück als ich auf 8000 setzte. Somit weitere 30 Punkte gesammelt und gleich weiter über Bonndorf und Blumberg auf die Alb.

Sonnenaufgang

Zwischen Blumberg und Engen – Sonnenaufgang mit Alpenblick vom Feinsten. Der Preis dafür sind teils bitterkalte Täler, die vermutlich seit September letzten Jahres keine Sonne mehr gesehen haben.

Kein Kuchen ist auch keine Lösung

Im gut geheizten Schenkenberger Hof servierte man uns Kaffee, aber meiner Sucht zum Trotz, lehnte ich dankend ab, denn was rein geht muss auch irgendwann wieder raus, und der Aufwand die Hose zu öffnen und nachher wieder alles wind- und wasserdicht ohne Kältebrücke einzupacken ist einfach zu groß.
Ich ging etwas unkonzentriert an die Aufgabe ran, den Pleuel mögliches ohne die Kupferbahn zu berühren vom einen zum anderen Ende zu bewegen. Gleich sechs mal bemeckerte der Summer einen unerlaubten Kontakt. Joe machte die Sache, wie auf dem Bild zu sehen ist, wesentlich besser.

Kräutergarten

Ein wunderschön gelegener Posten am Waldrand außerhalb von Winterlingen. Direkt vor dem Kräutergarten mussten wir – nein, nicht Kräuter – sondern Insekten bestimmen. Es waren keine exotischen Sonderlinge dabei, nur das, was auch bei uns vor der Haustür kreucht und fleucht, somit konnten auch alle Nicht-Entomologen ein paar Punkte einpacken.

Waldparkplatz

In der Nähe von Horb befand ich unser nächstes Zwischenziel. Auf dem Waldparkplatz konnte ich mir an einem Feuer die kalten Glieder etwas aufwärmen, bis ich an der Reihe war, einen vorgegebenen Winkel möglichst genau an einem Winkelmesser einzustellen. Ich lag nur 3° daneben – gut geschätzt. Hätte man etwas Zeit gehabt, hätte man sich auch noch an die bereitgestellte Biergarnitur in die Sonne setzen können, aber leider müssen wir gleich wieder los. Der Zeitrahmen dieser Nummer ist leider recht knapp bemessen, außerdem ist man nach einigen Stunden auf dem Bock froh, wenn man mal stehen darf.

Tanken

Muss ja auch mal sein, bei meinem 12 l Minitank zur Bewältigung der gesamten Strecke (heuer 540 km mit Anreise) sogar gleich zwei Mal. Hier in Freudenstadt, an der zu diesem Zeitpunkt wohl teuersten Tanke von ganz Deutschland.

Wilde Rench

In den Tiefen des Schwarzwalds finden wir Abseits der großen Straßen unseren nächsten Bestimmungsort. In einer kühlen Garage mussten zehn Fotos mit Motorrädern beschriftet werden. Da waren so Sachen wie Wheelie, Stoppie, Drift, Cliffhanger, „Donat“ und „Bornout“ dabei. Das Highlight hier: zwei Kuchen und ein paar Thermoskannen mit Kaffee standen zur allgemeinen Verfügung. Also kurz was in die Kaffeekasse geschmissen und vom Backwerk jeweils eine Scheibe verdrückt. Vorbildliche Versorgung. Bei der Abfahrt mussten wir gefühlt eine Viertelstunde mit 10 km/h einem Traktor hinterherfahren, der es augenscheinlich genoss, das Tempo für uns vorzugeben.

Gernsbach

Die Anfahrt nach Gernsbach über die B500 war wunderbar. Bei blauem Himmel und strahlendem Sonnenschein vorbei an Skipisten, Langläufer und dem zugefrorenen Mümmelsee cruisten wir entspannt Richtung Baden-Baden, genossen die Aussicht und den Augenblick. Wenn man sich bis jetzt gefragt hat, wieso man sich den ganzen Stress gibt, hier und jetzt war die Antwort klar. Es sind Momente oder Ereignisse wie diese, die nicht geplant werden können und auf einmal da sind.
Am Checkpoint angekommen war dann sogleich Schuss mit lustig, als ich in den VW Bus stieg um Jahreszahlen irgendwelchen Ereignissen zuzuordnen. Einführung von Farbfernsehen in Deutschland, erster Flug der Ju, Konstruktion des Otto-Motors und so Zeug … keine Ahnung wie ich da mit 6 vom 10 richtigen Antworten rausgekommen bin.
Außerdem heißt es jetzt rechnen – schaffen wir den letzten Posten noch oder gleich zum Ziel? Mit dem Auslassen eines Postens vergibt man zwangsläufig jede Chance auf ein Podiumsplatz, zu spät ins Ziel kommen wird aber sehr empfindlich bestraft, so dass rechtzeitiges Eintreffen auch zwingend erforderlich ist, wenn man sich denn Hoffnung auf eine gute Platzierung macht. Kurz abgestimmt und mit Vollgas über die Autobahn Richtung Großglattbach. Wir schaffen es gegenüber der berechneten Navi-Ankunftszeit 6 Minuten gutzumachen. Genau die haben uns nämlich noch gefehlt.

Großglattbach

Leider habe ich in der Hektik total vergessen von der tollen Privat-Werkstatt, in der wir Schwimmabzeichen bestimmen mussten, ein Foto zu machen, denn uns blieben weniger als fünf Minuten Restzeit, wenn wir noch vor 15:30 Uhr im Ziel sein wollten. Obwohl ich die Abzeichen noch nie gesehen habe, war die Symbolik so gut, dass ich alle zehn richtig zuordnen konnte. Aber wir investieren keine Sekunde in die Freude, sondern geben alles in die Fahrt nach Schwarzenberg.

Ziel

Die fünf Minuten retten wir ganz locker in’s Ziel, aber eben auch nur fünf Minuten. Bei einer Veranstaltung, die auf 9 1/2 Stunden (von 6 bis 15:30 Uhr) angesetzt ist, schon recht knapp, deswegen war die Freude groß, dieses Mal alle Posten bewältigt zu haben. Das ist gar nicht so einfach, wenn man wie wir in einer Dreiergruppe unterwegs ist, denn bei den Aufgaben ergeben sich somit lange Wartezeiten. Ein Pause ist eh nicht drin, sonst schafft man das sicher nicht rechtzeitig.

Wir haben ein Rad ab

Die letzte Postenaufgabe des Tages erwartete uns im Ziel. Weil die Ankunftszeit bereits in der Boardkarte notiert wurde, sind wir diese ohne Zeitdruck angegangen. Zeitdruck gab es dann aber währenddessen, denn je schneller das Rad vom Roller abgeschraubt, um den Baum getragen und wieder angeschraubt wurde, desto höher war die Punktzahl. Ich habe 43 Sekunden gebraucht, was mir 24 von 30 möglichen Punkten bescherte. Den Michael habe ich dabei gefilmt, das will ich euch nicht vorenthalten.

Der Tag danach

Übernachten mit Frühstück an einem geheimen Ort. Warum geheim? Die Kapazitäten sind dort sehr begrenzt und wir wollen und doch nicht mit anderen Winterfahrern um diese wundervollen Lokalität streiten, nicht wahr?

Daheim

Wegen weiterer Termine an diesem Sonntag, musste ich die Heimfahrt mit einer Autobahnetappe zum Schluss etwas beschleunigen, aber das wichtigste: sowohl die Kantn als auch ich sind ohne Blessuren wieder zu Hause angekommen.

Pokal oder Spital

Nun, liebe Kinder, gebt fein acht, ich hab‘ euch etwas mitgebracht.

Fazit

Natürlich spielt das Wetter bei jeder Outdoor-Veranstaltung eine große Rolle, und im Winter noch eine viel größere. Wenn das Wetter, so wie dieses Jahr mitmacht, kann das ein gelungener Tag werden. Die Organisation des MSC Pforzheim war, wie jedes Jahr, wieder sehr gut, die Lage der Posten und die Aufgaben gut gewählt, aber anmelden per E-Mail, darauf werden wir wohl noch ein paar Jährchen warten müssen.

Links

DLWF 2016

Natürlich habe ich mich mal wieder überreden lassen, bei der 16. Drei-Länder-Winterfahrt mitzufahren. Wie immer gilt es an zwei Tagen Posten in Deutschland, Frankreich und in der Schweiz anzufahren, die Aufgaben an diesen zu lösen und rechtzeitig im Ziel zu sein.

Tiergrüble-Hütte

Für uns ging es am Freitag Mittag zuerst zur Tiergrüble-Hütte oberhalb von Schönau. Auf der Straße dahin wurden wir mit reichlich Schnee überrascht, ein Gruppe kam uns etwa 800 m vor dem Ziel entgegen und empfahl uns umzukehren, weil sie nicht hochgekommen sind. Klar, dass wir das nicht gemacht haben, und wird wurden dafür mit gut 30 cm feuchtem, schweren Schnee belohnt. Zweiter Gang, Vollgas und mit einer fetten Fontäne hinter meiner KTM fräste ich eine Spur bis hoch zu Hütte.
Die Aufgabe: Länder anhand ihrer Umrisse erkennen.

Tiergrüble

St. Peter

Der zweite Posten im Schwarzwald war der Parkplatz Potsdamer Platz bei St. Peter, wo wir kurz vor der Ankunft kurz inne hielten um den wunderschönen Sonnenuntergang zu bestauen. Auch hier war noch ordentlich Schnee am Platz. Mittlerweile war es schon fast vollständig dunkel geworden, doch die Säckchen ließen sich trotzdem noch recht gut aus etwa fünf Meter durch die Öffnungen werfen.

Potsdamer Platz

Obermorschwiller

Von mir bis zum ersten Posten am Samstag Morgen sind es gut 70 km. Mit Joe abholen und nicht der letzte sein, heißt das Abfahrt um halb fünf morgens. Dafür gibt’s keine Punkte, obwohl ich ganz sicher welche verdient hätte.
Vor uns waren vielleicht noch 10 andere dran, aber nachdem wir alle drei diese Klöppel-Dinger per Wurf und die Stäbe gewickelt haben, war immer noch vor sechs Uhr, somit konnten wir mit einer ganzen Horde pünktlich zum zweiten Posten aufbrechen.

Obermorschwiller

Les Bruyères

Zum einzigen schweizer Posten in diesem Jahr klemmten wir uns hinter unsere drei Schweizer Freunde, deren Guide auf einer 350 EXC SixDays „Sardinien“ zügig und sicher den Bauernhof ansteuerte. Gut, dass ich im Englischunterricht immer schön aufgepasst hatte, denn es galt deutsche Sätze ins englische zu übersetzen. Zettel abgeben und gleich weiter. Oberhalb etwa 600 m ist es sternenklar, in den Tälern stehen die Nebelseen, fährt man in die Nebelschicht hinein, ist es auf den Straßen fleckenweise etwas rutschig, aber es geht doch ganz gut vorwärts.

Les Bruyères

La Teinture

Der Nebel hängt noch immer in den Tälern drin, hier ist es immer noch ganz schön trüb, auch wenn man schon erahnen kann, dass das nicht mehr lange so bleiben wird, denn die Sonne kratzt mächtig von oben an der Nebelbank. Sehr schöne Anfahrt, erst einige Kilometer über einen Waldweg an der Doubs entlang, dann die letzten 100 m ein glitschiger Feldweg, genau richtig um die Beifahrer der Gespanne mal wieder ein wenig in Wallung zu bringen, indem sie den Bock hochschieben müssen. Die Zusatzpunkte konnte man sich hier an einem großen Feuer mit dem erkennen von Inseln verdienen.

La Teinture

Saint-Georges-Armont

Hier gab’s nur einen Checkpoint, das heißt den Punkt anfahren, das Schild mit dem Stempel finden, und die Boardkarte selbst abstempeln. Keine Ahnung wie man das machen soll, wenn man alleine fährt …

Grapott

Les Granges sous la côte

Weiterhin oben Sonne unten Suppe. Der Posten wurde leicht verschoben, weil der Bauer nebenan wohl keine Lust auf die ganzen Moppeds hatte, aber da er genau an der Durchfahrtsstraße lag hatte niemand Probleme den weiß-blauen Pavillon zu entdecken. Die Probleme kamen aber dann mit der Aufgabe. Man sollte Komponisten den Opern zuordnen – genau mein Ding – nicht. Also mal kräftig die Zettelchen durchgeschüttelt und angelegt. Immerhin ein Treffer, selbst das gelang aber nicht allen.

Les Granges sous la côte

Le Mont de Vannes

Definitiv der schönste Posten dieser Fahrt – was für ein Ausblick. Endlich hat sich der Nebel komplett verzogen und die Sonne wärmte auf, für diese Jahreszeit, viel zu hohe Temperaturen. Dieser Posten war so richtig zum Genießen und nebenbei durfte man mit Unterlegscheiben, Muttern und Schrauben Gewichte schätzen.

Le Mont de Vannes

Tête de Mérelle

Auf der Anfahrt hab ich doch glatt zwei mal hintereinander die Abzweigung verpasst. Das erste mal wegen purer Begeisterung für die Wohnlage, und nur wenige Minuten später hab ich’s einfach so verpennt. Ein kleiner Huper von hinten und ich war wieder wach und schon am Wenden. Oben angekommen wurde der „Energiebogen“ ausgeteilt. CO2, Öl, Solarenergie. Für mich Schätzfragen.

Tête de Mérelle

Lac de Forlet

Die letzten ca 1500m ein richtig schöner Schotter-Waldweg zum hochbrennen, und trotz der Höhe auch hier die Straßen und Wege völlig schneefrei. Die Aufgabe hier: Zuordnen von Pelzen – meine Meinung gefällig? Muss nicht sein. Mit hoher Wahrscheinlichkeit hat dafür irgendwo ein Tier gelitten.
Das war’s dann mit den Posten, und da wir im Altherren-Stil einen Posten ausgelassen hatten, hatten wir jetzt noch die Zeit um auf dem Col de la Schlucht draußen auf der Sonnenterrasse einen Cafe Crème zu trinken, bevor wir uns dann talwärts Richtung Ziel schlichen.

Lac de Forlet

Geschafft

Diese Jahr musste das Ziel leider kurzfristig verlegt werden, weil das bisherige Quartier nahe Ferette mit Flüchtenden belegt worden war. Wieso leider? Mir persönlich hat die diesjährige Unterkunft lange nicht so gut gefallen. Der Speise,- und Veranstaltungssaal war nicht so gemütlich und die Zimmer waren jugendherbergsmäßig klein und eng, der Waschraum war größentechnisch auf Kinder ausgelegt und alles in allem ein bisschen schmuddelig. Aber hey, keinen Vorwurf an die Veranstalter, es ist nicht einfach in knapp zwei Monaten für so viele Leute eine Lokation zu finden. Auch gerade deswegen nochmal von hier aus ein herzliches Dankeschön an alle, die bei der Organisation beteiligt waren, den netten Menschen an den Posten und hinter der Theke und denen die sonst irgendwie geholfen haben.

Nächstes Mal wieder? Auf keinen Fall – es sein denn, ich werde wieder überredet.

Le Torrent

Die Routen bei Google Maps: Freitag und Samstag und das Aufgabenblatt

Noch mehr Bilder

28. Schwarzwald Winterfahrt 2015

Hab mich mal wieder zur Schwarzwald Winterfahrt des MSCP Pforzheim überreden lassen, hier eine kurze Zusammenfassung der Ereignisse.

Gutach

Bei der Anfahrt zum ersten Posten leisteten wir uns gleich unseren einzigen, kleinen Verfahrer, allerdings nur etwa 1600 m – Rückweg inklusive. Wir waren wohl noch nicht 100%ig wach, denn der Track auf dem Navi und Roadbook war korrekt, man muss eben nur drauf schauen. Wieder auf der richtigen Spur waren wir schnell am Gasthaus Hirschen und versuchten uns an einem Multiple Choice Fragebogen. Da außer uns keine Teilnehmer da waren, ging’s kurz nach sechs Uhr schon wieder weiter.

Oberwolfach

Immer noch stockdunkel draußen, die Straßen nass und nicht immer leicht einzuschätzen ob’s nicht doch vereist sein könnte, erreichten wir um kurz vor sieben Uhr den Posten im Ortsteil Oberspitzenbach. Auch hier konnten wir ohne Wartezeit damit beginnen Ventilfedern in ein zwei Meter entferntes Rad zu werfen.

2-gutach_oberspitzenbach

St. Märgen

Jetzt geht’s erst mal auf das gut 1100 m hohe Dach dieser Tour, über Triberg und Furtwangen zu einem Bauernhof oberhalb St. Märgen. Ab etwa 900 Höhenmeter war der Nebel sehr dicht, und bei Temperaturen deutlich unter Null bildete sich ruck-zuck eine dünne Eisschicht auf dem Visier, die man besser schnell wieder abkratzte bevor sie zu dick wurde. Die Aufgabe an diesem Posten: Volumen von zehn verschiedenen Flaschen und Getränkedosen zuordnen.

3-st_maergen

Emmingen

Das nenne ich mal einen Top-Lage. Die Immobilie des Checkpunktes Nahe Emmingen liegt direkt an einer kleinen Motocross-Strecke. Die Fahrt dahin war recht unspektakulär, da wir jetzt die großen Höhen des Schwarzwaldes verlassen haben, war die Sicht besser und die Temperaturen einen Tick höher. In dem beheizten Vereinsheim der Crosser musste man Schlüsselweiten den entsprechenden Muttern zuordnen. Gar nicht mal so leicht, denn auch wenn man schon 1000 mal eine 10er Nuss an eine M 6 Mutter gesteckt, aber was passt auf M 16?

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Albstadt

Im Ortsteil Burgfelden wird noch wirklich gespart, besonders am Streusalz. Alle Straßen im Ort sind unter einer dichten, festgefahrenen Schneedecke verborgen. So richtig gefährlich wird’s darauf aber erst, wenn man versucht mit Schwung auf die XT zu steigen. In einer großen Halle standen zehn Baum-Setzlinge die es zu bestimmen galt. Wie im Winter so üblich mit ohne Blätter natürlich, sonst wär’s ja einfach.

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Münzingen

Ausgelassen

Haiterbach

Gleich neben einem kleinen Waldparkplatz ist einen kleine Spielplatzrutsche, auf der man einen kleinen Ball über eine bestimmt Marke im oberen Bereich rollen musste, und das am besten so oft wie möglich in den vorgegebenen 90 Sekunden. Etwas zu schwach – kein Punkt, etwas zu stark und das Bällchen flog hinten über die Rutsche in den Wald, was einen empfindlichen Zeitverlust bei der Wiederbeschaffung des Spielgerätes bedeutete. Sehr gute Spielidee.

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Wildberg

Dank eines Fehlers in Google Maps (deswegen zähle ich das nicht als Verfahrer) steuerten wir erst mal den falschen Flugplatz an. In Wirklichkeit ist Googles Segelfluggelände Wildberg das Segelfluggelände Kengelberg und Googles Segelfluggelände Wächtersberg-Hub das Segelfluggelände Wildberg. Haben wir aber erst bemerkt als wir (und sonst keiner) dort waren. Wie wir später hörten ist das aber nicht nur uns so ergangen. Nach einer kleinen Extra-Runde und Rücksprache mit der ortsvertrauten Tankwartin und guter Ausschilderung fanden wir den richtigen Posten dann aber doch recht bald um in einem VW Bus zehn Stoffe zu bestimmen.

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Schömberg

Vom letzten Punkt aus war es nicht mehr sehr weit bis zum Ziel, kaum angekommen hat es angefangen zu schneien, aber egal, denn für heute hatten wir erst mal fertig. Abends dann im Vereinsheim der Kleintierzüchter (aka „Der Hasenstall“) gönnten wir uns wie üblich Kuchen, danach ein klasse Schnitzel mit Fettstängel und vergorene Getränke. À propos Fett, der ganze Laden stank ziemlich danach, das war vor zwei Jahren beim Sportverein deutlich besser.

Vielleicht lasse ich mich ja nächstes Jahr wieder überreden …

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Lust zum Nachmachen? Hier gibt’s das Aufgabenblatt, und für die Faulen die Posten fix und fertig als Google Maps Route.

Noch mehr Bilder.

Ready to Schlüsseldienst

Ich wusste schon lange, dass es passieren wird, nur wann, das war bis heute die Unbekannte. Erstens geht der Tankdeckel (was man so liest nicht nur) meiner KTM 690 sauschwer (badisch für „sehr schwer“) und zweitens muss man den Schlüssel wirklich bewusst mit ein bisschen noddle (badisch für „wackeln“) bis nach unten schieben und dann vorsichtig drehen. Heute war er wohl nicht ganz unten, und es kam was kommen musste.

Ich war zum Glück nur einige Kilometer vom Ersatzschlüssel entfernt, den ich mir bringen lies. Währenddessen hab ich mit zwei kleinen Schraubenziehern der benachbarten Werkstatt die Reste des Schlüssels aus dem Schloss gefummelt, somit konnte ich mit dem Zweitschlüssel problemlos den Tankdeckel öffnen und auch nach Hause fahren.

KTM 690 Schlüssel abgerissen

KTM 690 Tipps

Drosselklappen-Kalibrierung

Kalibriert die Start- und Stopp-Position des Gasgriffs. Zündung einschalten aber nicht starten. Warte bis die Drehzahlmesser-Nadel wieder auf Null zurück ist, dann den Gasgriff langsam bis zum Anschlag und wieder zurück drehen. Nicht zurückschnappen lassen. Jetzt die Zündung ausschalten, das war’s.

Der Init-Lauf

Hiermit werden die adaptiven Grundwerte der Motorsteuerung (ECU), wie zum Beispiel das Standgas, eingestellt. Er wird ein schlecht gewartetes und eingestelltes Motorrad nicht zu einem neuen machen, aber es kann eine lohnende Verbesserung bringen.

Es ist sehr wichtig, dass der Motor richtig kalt ist, also am besten über Nacht stehen lassen. Den Motor ohne Gas geben starten und 15 Minuten im Leerlauf ohne etwas zu berühren laufen lassen. Danach den Motor mit dem Zündschlüssel abstellen. Fertig.

Während dieses Vorgangs hört und sieht man nicht, dass etwas passiert. Irgendwann, wenn das Kühlwasser heiß wird, wird der Lüfter anfangen zu drehen, aber ansonsten sollte man äußerlich nichts weiter bemerken.

Diese Prozedur kann man zum Beispiel zwei Mal im Jahr beim Wechsel der Jahreszeiten von warm auf kalt machen, muss man aber nicht.

Quelle